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Lichtmoment #2 – Go with the Flow

Ein kleiner Impuls für dich – zum Innehalten und Nachdenken.

Ich habe schon einmal über „Let It Flow“ geschrieben, und vielen erzähle ich von der Geschichte der grünen Meeresschildkröte aus dem Buch „Café am Rande der Welt“ – eine Geschichte, die mich in einer entscheidenden Situation zum Nach- und Umdenken bewegt hat. Seitdem folge ich sehr oft diesem Prinzip.

Doch eines hat mich dabei immer gestört: Es fühlt sich so passiv an. So fremdbestimmt. Und wenn ich eines nicht ausstehen kann, dann ist es Fremdbestimmung. Natürlich gibt es Bereiche im Leben, in denen man Regeln befolgen muss – das gehört dazu. Aber bei den eigenen Lebensthemen? Da will ich mitbestimmen.

Seit etwa drei Wochen führe ich ein 6-Minuten-Tagebuch (keine bezahlte Werbung siehe Transparenzhinweise). Und täglich beantworte ich die Frage „So sorge ich für einen guten Tag“ mit einer ähnlichen Antwort – zwei Sätze, die für mich inzwischen viel mehr sind als eine Morgenroutine:

Ich lasse die Dinge auf mich zukommenLet It Flow. Ich nutze die Chancen, die sich mir bietenGo with the Flow.

Gerade mit einem Baby oder Kleinkind zu Hause ist vieles nicht mehr planbar. Umso wichtiger wird genau dieses Prinzip für mich. Ich habe eine grobe Idee, was ich tun möchte – und reagiere flexibel, wenn sich die Gelegenheit bietet. Daraus entsteht eine neue Gelassenheit. Ich lerne, die schönen Momente zu erkennen und zu genießen. Ich lasse mich auf das Unbekannte ein – und bin gespannt, was jeder neue Tag für mich bereithält.

Oscar Wilde brachte es einmal auf den Punkt:

„Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.“

Ansprüche und Erwartungen loszulassen ist oft schwer. Aber wer im Vertrauen ist, kann Unerwartetes zulassen.

Gib dem Ganzen eine Chance – es könnte ja gut werden.

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