Phase 9: Die Belohnung / Das Elixier

Eine neue Qualität zeigt sich. Erkenntnis, innere Freiheit, Klarheit oder Frieden. Nicht laut – aber wesentlich.

Leitfrage: Was bleibt, nachdem der Sturm sich gelegt hat?

Von der Eskalation mit meinem Chef bis zu meinem beruflichen Neustart war ich fast neun Monate krankgeschrieben. Diese Zeit brauchte ich, um zu meinem (Ur-)Vertrauen zurückzufinden – oder besser gesagt: um es mir zurückzuholen.
Ich vertraue inzwischen darauf, dass alles einem höheren Sinn dient und dem universellen Timing folgt. Alles passiert zur richtigen Zeit. Es gibt kaum Zufälle. Alles und jeder ist miteinander verbunden.

Diese Zeit hat mir geholfen, meinen eigenen Wert zu erkennen. Ich weiß heute, wer ich in meiner tiefsten Essenz bin und was mich ausmacht. Ich kenne meine Werte und weiß, wie viel mir Aufrichtigkeit bedeutet.
Ich lasse mich nicht mehr so schnell blenden, weil ich Menschen anders betrachte. Ich renne niemandem mehr hinterher, um Anerkennung zu bekommen. Ich habe meinen Platz gefunden. Ich bin geerdet. Ich folge meiner Bestimmung und bin im Vertrauen.

Meine Reise hat mir ermöglicht, mich authentisch zu zeigen. Ich bin in der Lage, Hilfe anzunehmen, Schwäche zu zeigen und meine Wahrheit auszusprechen.

Ich bin sanfter zu mir geworden und rede nicht mehr so streng mit mir selbst. Ich erlaube mir Fehler, gönne mir Ruhepausen und Me-Time. Der Bruch mit dem Außen hat mir Klarheit geschenkt – über mich, meine Werte, meine Absichten und meine Visionen.

Die Verbindung zu meinem Mann ist noch stärker geworden. Er gibt mir Halt und ist mein Anker. Er hört mir zu, wenn ich meine Gedanken sortieren muss, und hinterfragt mich kritisch, wenn ich noch unsicher wirke. Nicht, um mich weiter zu verunsichern, sondern um mir aufzuzeigen, an welchen Stellen ich noch mehr Klarheit für mich gewinnen darf.

Durch die vielen kleinen und großen Schritte der letzten Wochen, Monate und Jahre beginne ich immer mehr, meiner Intuition zu vertrauen. Ich weiß heute besser, was gut für mich ist, und lasse mich weniger von außen beeinflussen.
Ich hole mir zwar weiterhin Sichtweisen anderer ein, spüre aber recht schnell, ob ich damit in Resonanz gehe oder ob sich innerer Widerstand zeigt. Es geht mir weniger um Meinungen – vielmehr um Impulse und Erfahrungen.

Da ich noch nicht am Ende meiner Reise angekommen bin, möchte ich mir meine neue klare, offene und selbstbewusste Art als Weggefährtin mitnehmen. Ich möchte meine Ruhe, meine Verbundenheit mit mir selbst bewahren und weiter festigen.


Phase 10: Der Rückweg / Die Entscheidung zur Rückkehr

Die Reise wendet sich nach außen. Das Neue wird ins Leben gebracht.

Leitfrage: Wie lebt man das Neue im alten Umfeld?

Für meine Zukunft weiß ich, dass ich mich nicht mehr von den Ängsten und Gefühlen anderer anstecken lassen möchte. Stattdessen überprüfe ich frühzeitig, ob ich mich selbst wirklich damit identifiziere – und besinne mich andernfalls auf mein inneres Mantra:
„Du bist du. Und ich bin ich.“

Mein teilweise konditionierter Anspruch, anderen helfen zu wollen, sowie meine sehr einfühlsame Persönlichkeit stehen mir dabei manchmal noch im Weg. Doch durch bewusste Selbstreflexion entwickle ich mich weiter und lerne, mich selbst dabei nicht zu verlieren.

Für meinen neuen Alltag werde ich lernen müssen, mich regelmäßig an meinen Energietyp zu erinnern und fremde Energie bewusst aus mir herausfließen zu lassen, um neue Kraft zu sammeln. So kann es mir gelingen, mich auf das zu freuen, was kommt – ohne mich dabei zu überfordern.

Ich glaube, vieles von meinem alten Ich ist noch da, aber kräftiger und lebendiger. Klarer, zielgerichteter und vielleicht auch unerschrockener.
Ich lasse mich nicht mehr kleinreden oder kleinhalten. Ich lasse mich nicht mehr schwach oder zerbrechlich darstellen und beginne, meine Talente bewusst zu entfalten.

Ich will nicht mehr kämpfen.
Aber ich lasse mich auch nicht mehr einschüchtern und weiche nicht mehr zurück.

Ich habe mich entschieden, mein Inneres zu zeigen. Ich gestalte mein Leben, ohne es kontrollieren oder steuern zu wollen. Ich habe grobe Vorstellungen und vertraue darauf, dass ich das Richtige in mein Leben ziehen werde.

Ich bin deutlich gelassener geworden, nehme vieles nicht mehr so persönlich wie früher und erkenne meine eigenen Stärken intensiver an.
Ich bin stolz auf mich und auf das, was ich bereits geschafft habe.

Kürzlich gab es eine Situation, in der ich mich früher vom Stress einer anderen Person hätte anstecken lassen. Doch diesmal begab ich mich innerlich auf eine Metaebene. Ich konnte die Situation wie von außen betrachten und vollständig bei mir bleiben.

Früher hätte ich mich nicht getraut, es auszusprechen. Heute kann ich es voller Überzeugung sagen:
Ich kann das. Ich bin gut in dem, was ich tue. Und ich schaffe das.

Ich bekomme unglaublich viel positive Bestätigung dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Ich überschreibe nach und nach die negativen Erfahrungen der letzten Jahre – und beginne, neu aufzublühen.

Mach dich groß – und beginne, das Neue wirklich zu leben.

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